Gemeinde Nufringen

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Verabschiedung von Frau Bürgermeisterin Ulrike Binninger

Am vergangenen Freitag, 26. Januar 2018 fand in der Wiesengrundhalle mit geladenen Gästen die Verabschiedung unserer Bürgermeisterin Ulrike Binninger statt.
 
Die erste stellvertretende Bürgermeisterin Ingrid Notter konnte neben den Gemeinderäten, Mitarbeitern, Vertretern der Vereine, von Behörden, aus der Wirtschaft und weiterer Institutionen auch zahlreiche Ehrengäste sowie Abgeordnete begrüßen.
 
In ihrer Ansprache zeichnete sie das Bild der scheidenden Bürgermeisterin im Rückblick mit treffenden Charaktereigenschaften wie Verantwortungsbewusstsein, Effizienz, Souveränität, Schlagfertigkeit und Geradlinigkeit nach. Eigenschaften wie Kreativität, Begeisterungsfähigkeit und Bürgernähe, die mit Bildern schön darstellen sind, wurden in einem Fotobuch als Erinnerungsgeschenk humorvoll festgehalten. Anstehende Aufgaben habe Frau Binninger stets mit hohem Sachverstand und Professionalität zielstrebig angegangen und verfolgt. Die während der vergangenen 16 Jahre durchgeführten Projekte brachte Frau Notter dabei in Erinnerung. Ihr abschließendes Fazit im Namen des Gemeinderats lautete: Bürgermeisterin Binninger, ein Vollprofi mit Herzblut.
 
Nach den Worten von Landrat Roland Bernhard hat die Gemeinde Nufringen vom Fleiß und der sachorientierten Arbeitsweise von Frau Binninger profitiert. Als positives Beispiel nannte er die bewusste Entscheidung zur Innenentwicklung. Nufringen habe damit den schwierigeren Weg gewählt, den die Bürgermeisterin mit ihrem Engagement und ihrer Geradlinigkeit erfolgreich beschritten habe. Er bedankte sich ausdrücklich für die tatkräftige Unterstützung bei der Bereitstellung von Flüchtlingsunterkünften in schwieriger Zeit und darüber hinaus für die positive Einstellung zu den anstehenden Integrationsbemühungen.
 
Bürgermeister Bernd Dürr als Vorsitzender des Kreisverbands Böblingen des Gemeindetags Baden-Württemberg überbrachte den Dank der Kollegen für die engagierte und äußerst verlässliche Zusammenarbeit. Frau Ulrike Binninger sei immer sehr schnell auf den Punkt gekommen und habe durch ihre Klarheit und Konsequenz durchaus auch verblüfft.
 
„Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat´s gemacht“. Mit diesem Zitat beschrieb Kämmerin Nadine Gerlach die Fähigkeit von Bürgermeisterin Binninger, Handlungsbedarf mit den Augen einer Visionärin zu betrachten und damit viel mehr daraus zu machen, als man für möglich gehalten hätte.
 
Sie habe immer mit Weitblick auf Veränderungen reagiert und den Beschäftigten in allen Einrichtungen moderne und den Erfordernissen angemessene Arbeitsbedingungen geboten. Die Bürgermeisterin habe ebenso sachbearbeitend unterstützt und war Vorbild für ständige Optimierungen der unterschiedlichsten Prozessabläufe.
 
Frau Gerlach bedankte sich im Namen der Mitarbeitenden für die konstruktive Zusammenarbeit. Bürgermeisterin Binninger habe den Mitarbeitern immer den Rücken gestärkt und Eigenverantwortung sowie Motivation gefördert.
 
In ihrer Abschiedsrede erinnerte Bürgermeistern Ulrike Binninger an die Wahl im Jahr 2001, aus der sie als erste Bürgermeisterin in der Geschichte Nufringens und im Landkreis Böblingen hervorging. Zum Thema „Frauen in der Politik“ merkte sie an, dass sich auch noch im 21. Jahrhundert zuerst die Einstellungen ändern müssen, da die Realität nicht mit den Inhalten mancher Sonntagsreden übereinstimmt. So hält sie nichts von Frauen-Quoten oder festgelegten Listenplätzen für Frauen. Qualität solle sich durchsetzen, authentisch und ehrlich, wobei an alle die gleichen Maßstäbe angelegt werden müssten.
 
In ihrer Bilanz der vergangenen 16 Jahre dankte sie allen, die an den Erfolgen mitgewirkt, sie unterstützt und begleitet haben. Themen bzw. Projekte, die von Bürgermeisterin Binninger genannt wurden, waren die Neugestaltung des Friedhofs, die Ausweisung eines Neubaugebiets und eines Gewerbegebiets, die Entwicklung der Betreuungsangebote für Kinder, der Bau eines Pflegeheims, die Einrichtung eines Generationenreferats, der Bau einer Flüchtlings- und Asylunterkunft und die Innenentwicklung. Genauso wichtig sei es ihr gewesen, Bestehendes zu erhalten. Hier wurden in alle Infrastruktureinrichtungen wie beispielsweise die Hallen, die Schule, die Kindergärten aber auch in die Straßenbeleuchtung oder die Abwasserbeseitigung und Wasserversorgung einige Millionen Euro investiert.
 
Zum Leben in einer Gemeinde gehörten auch Kultur, Religion, Musik und Sport. All dies werde von den Vereinen getragen und gelebt. So leiste sich die Gemeinde eine großzügige Vereinsförderung. Frau Binninger nannte beispielhaft einige Projekte des SV Nufringen.
 
Abschließend ging sie auf das größte Vorhaben der letzten Jahre ein, die Ortskernsanierung mit der Neugestaltung der Ortsmitte und der Ortsdurchfahrt, die Ende 20018 abgeschlossen sein wird.
Bei den Entscheidungen zu allen Projekten hätten sich der Gemeinderat und die Bürgermeisterin immer am Notwendigen und Machbaren orientiert und die Einnahmesituation nie aus dem Blick verloren. Deshalb sei Nufringen seit 12 Jahren schuldenfrei und verfüge trotz aller Investitionen immer noch über eine Rücklage von rund 17 Millionen Euro.
 
Bürgermeisterin Binninger bedankte sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Gemeinderäten der letzten 16 Jahre und allen Männern und Frauen, die sich im Ehrenamt in den Vereinen und Kirchen engagieren. Dank sprach sie auch der Feuerwehr, der Polizei und dem DRK aus. In den Dank schloss sie ihren Mann als „Fels in der Brandung und Ruhepol“ sowie ihre ganze Familie ein.
 
Die vielfältigen Aufgaben und die hohe Erwartungshaltung der Bürgerinnen und Bürger so professionell und kompetent wie möglich zu erfüllen, sei immer ihr Anspruch an sie selbst aber auch an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewesen.
Nicht alle Bürgerwünsche seien dabei erfüllbar, denn alles, was die Gemeinde erledige, bewege sich in einem klaren rechtlichen, organisatorischen und finanziellen Rahmen. Und am Ende gelte immer: Das Gemeinwohl hat Vorrang vor Einzelinteressen.
 
Sie wünschte ihrem Nachfolger, Ingolf Welte, alles Gute für das, was er sich vorgenommen habe und immer auch das notwendige Quäntchen Glück.
 
Bürgermeisterin Ulrike Binninger verabschiedete sich mit den Worten von Arthur Schnitzer: „Ein Abschied schmerzt immer, auch wenn man sich schon lange darauf freut“
 

Bürgermeisterin Ulrike Binninger, Kämmerin Nadine Gerlach und die erste Stellvertretende Bürgermeisterin Ingrid Notter.
Bürgermeisterin Ulrike Binninger, Kämmerin Nadine Gerlach und die erste Stellvertretende Bürgermeisterin Ingrid Notter.
Ingrid Notter überrascht die Bürgermeisterin mit einem Fotobuch und einem Poloshirt.
Ingrid Notter überrascht die Bürgermeisterin mit einem Fotobuch und einem Poloshirt.
Landrat Roland Bernhard und Bürgermeisterin Ulrike Binninger.
Landrat Roland Bernhard und Bürgermeisterin Ulrike Binninger.
Ehrengäste sowie Abgeordnete.
Ehrengäste sowie Abgeordnete.
Die Verabschiedung wurde durch den Musikverein Nufringen e.V. unter der Leitung von Dirigent Josef Palle umrahmt.
Die Verabschiedung wurde durch den Musikverein Nufringen e.V. unter der Leitung von Dirigent Josef Palle umrahmt.
Bürgermeisterin Binninger wird mit stehendem Applaus verabschiedet.
Bürgermeisterin Binninger wird mit stehendem Applaus verabschiedet.
Die Wiesengrundhalle mit geladenen Gästen.
Die Wiesengrundhalle mit geladenen Gästen.
Eine professionelle Bewirtung leistete das Team des Sportvereins.
Eine professionelle Bewirtung leistete das Team des Sportvereins.

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