Gemeinde Nufringen

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Nachlese zum 26. Neujahrsempfang von GHV und Gemeinde

Am Sonntag, 12. Januar 2020, fand der traditionelle Neujahrsempfang in der Wiesengrundhalle in Nufringen statt. Wieder waren so viele Gäste der öffentlichen Einladung gefolgt, dass alle Stühle bis zum Hallenende besetzt waren.
Die Veranstaltung begann um 10:00 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst, durch den Pfarrerin Heidi Fuchs von der evangelischen Kirchengemeinde führte. Schwungvoll musikalisch eingestimmt und begleitet wurde der Gottesdienst vom Posaunenchor unter der Leitung von Herrn Dr. Siegfried Kästle und vom Jugendreferenten der evangelischen Kirche Martin Faiß, was jeweils mit sehr großem Beifall belohnt wurde. Nach dem Gottesdienst und einer kurzen Umbaupause stimmten die Sängerinnen und Sänger vom Gesangverein Nufringen unter Leitung von Chorleiter Herrn Christof Esswein die Gäste auf die Reden zum Neujahrsempfang ein. Auch die Proben des gemischten Chors, der aus 55 Sängerinnen und Sängern besteht, hatten sich gelohnt. Wieder wurde lang anhaltend applaudiert.
Der 2. Vorsitzende des Gewerbe- und Handelsvereins Nufringen, Herr Wilhelm Kohlberger, begrüßte die zahlreichen Besucher. Einleitend erklärte er, dass er die Begrüßung stellvertretend wahrnehmen würde, weil der GHV aktuell noch keinen neuen 1. Vorsitzenden gewählt hätte. Dafür hätte aber der GHV mit Herrn Günter Hecht, Vizepräsident vom Bundesverband der Selbstständigen, für Rednerersatz gesorgt. Herr Hecht dankte dem vorherigen Vorsitzenden des GHV Herrn Dominic Borrelli und betonte in seiner Rede, dass der Wandel der Zeit für die Einzelhändler zum Problem werden würde. Daher wäre es wichtig, neue Wege zu gehen und einander zu helfen. Und genau dafür wäre sowohl der Bund der Selbstständigen als auch der Gewerbe- und Handelsverein gut organisiert.
Nach einem weiteren hervorragenden Auftritt vom Gesangverein begrüßte Bürgermeister Ingolf Welte zu Beginn seiner nunmehr zweiten Neujahrsansprache herzlich die Gäste.
Auszugsweise zitieren wir aus seiner Rede:
„Bei Ansprachen und Reden, meine Damen und Herren, sagt man, wäre der erste Passus wichtig und deshalb möchte ich gleich jetzt mit folgender Wahrheit einleiten: Nufringen, mit seinem ganzen Facettenreichtum, all den unterschiedlichen Menschen jeglicher Couleur, den Kirchen, Vereinen, Gewerbetreibenden und vielen Ehrenamtlichen, die hier alle zusammen wirken und unsere tolle Gemeinschaft bilden, ist und bleibt immer noch einer der schönsten und lebenswertesten Orte, die es überhaupt gibt. Ich bin deshalb nach wie vor stolz und froh, hier Bürgermeister sein zu dürfen, um genau dazu beizutragen, dass es mit Nufringen weiter aufwärts geht. Ich empfinde es immer noch als eine große Ehre, mit einer so großen Anzahl an interessierten, freundlichen und aufgeschlossenen Bürgerinnen und Bürgern unserer Gemeinde auf das neue Jahr zu schauen. Dem obligatorischen persönlichen Händedruck am Halleneingang am heutigen Tage schließt sich wie gewohnt meine namentliche Begrüßung unserer Ehrengäste an. Ich freue mich, dass diese Region seit vielen Jahrzehnten immer wieder herausragende Persönlichkeiten und beeindruckende Akteure hervorbringt, die sich, ohne je diesen Anspruch zu erheben, einer offiziellen Würdigung verdient machen.
Sehr geehrter Wilhelm Kohlberger, sehr geehrter Siegfried Beßler, sehr geehrter Dominic Borrelli, vielen Dank an Sie für die Eröffnungsworte, Begrüßung der Gäste, die Organisation und Vorbereitung des heutigen Neujahrsempfangs durch den Gewerbe- und Handelsverein Nufringen.
Vielen lieben Dank an das ganze Helferteam, an die GHV-Mitglieder, an Herrn Brenner mit dem Radfahrverein, die Metzgerei Seitz, Getränke Hamm, die Hausmeister, für die Vorbereitung, Bewirtung, Belieferung, das Dekorieren und dergleichen mehr.
Ich freue mich, dass Herr Bürgermeister Benjamin Schmid zum Gottesdienst da war. Ein herzliches Willkommen richte ich an Herrn Bürgermeister Thomas Riesch von Gärtringen. Lieber Thomas, ich freue mich sehr, dass Du heute unser Gast bist. Ich darf Dir hier auch öffentlich meinen Dank für die sehr gute interkommunale Zusammenarbeit und auch persönliche Unterstützung danken.
Es ist mir auch eine Freude, den Vizepräsident des Bundes der Selbstständigen Baden-Württemberg, Herrn Günter Hecht, zu begrüßen. Gerne begrüße ich auch den Kreisvorsitzenden vom Liberalen Mittelstand der FDP Böblingen, Herrn Bernd Schönwald.
Ein ebenso herzliches Willkommen richte ich an den Geschäftsführer Herrn Oliver Nachbauer und Prokuristen Herrn Mathias Zuber von der Nufringer Firma Movecat,  weltweit einer der führenden Entwickler und Hersteller innovativer Bühnentechnik.
Ein herzliches Dankeschön richte ich auch an den Bürgermeister a.D. Herrn Roland Wolf.
Ich freue mich auch, dass die Schulrektorin Frau Oelkuch-Philipsen und die Stellvertretende Schulleiterin Frau Schlatter zu unseren Gästen zählt.
Ich begrüße auch gerne Herrn Gerhard Eisenhut und Herrn Günter Krampulz, Vorstände der Volksbank Ehningen-Nufringen.
In diesem Jahr möchte ich zwei abwesenden Menschen ebenfalls unsere herzlichen Grüße hier vom Neujahrsempfang zukommen lassen. Das ist Frau Bürgermeisterin a.D. Ulrike Binninger mit ihrem Ehegatten, die dieses Jahr leider nicht teilnehmen können. Gerne richte ich von ihr hiermit allen Besuchern und Akteuren des Neujahrsempfangs ganz herzliche Grüße, verbunden mit den besten Wünschen für das neue Jahr aus.
Gerne nenne ich an dieser Stelle auch die Träger der Verdienstmedaillen der Gemeinde Nufringen Frau Annemarie Bodner, Herr Wilfried Ensinger, Herr Klaus Gesche, Herr Siegried Hartenberger, Herr Georg Henne und Herr Günther Stoll, die teilweise heute anwesend sind.
 
Eine Gemeinde lebt auch vom Wechsel. Wir bauen auf dem auf, was unsere Vorgänger entschieden haben, und gestalten heute für die, die nach uns kommen. Ich begrüße damit herzlich alle anwesenden neuen, weiterhin aktiven und auch früheren Gemeinderatsmitglieder. Ich bin sehr dankbar für die sehr gute Arbeit im Gremium, die sachlichen Diskussionen, der gegenseitige Respekt, das gute Miteinander und danke allen, die sich in diesem herausragenden, schwierigen und sehr zeitraubenden Ehrenamt für Nufringen engagieren.
 
Liebe Frau Pfarrerin Fuchs, liebe ökumenisches Team, vielen Dank für den herzansprechenden Gottesdienst, durch den Sie uns geführt haben. Lieber Herr Faiß, vielen Dank für Ihren musikalischen Beitrag dazu. Nicht von ungefähr hat es sich im Sprachgebrauch erhalten, sowohl die kirchlichen Gemeinschaften als auch die Kommunen als eine Gemeinde zu bezeichnen. Die Gemeinde der Gläubigen und die Gemeinde der Staatsbürger. Unser gemeinsamer Nenner ist das Wohl der Mitmenschen. Die verschiedensten kirchlichen Gruppen sind wichtige Träger in der sozialen und kulturellen Arbeit in unserer Gemeinde. Stellvertretend für alle Menschen mit großem Gottvertrauen, klaren Positionen in theologischen sowie kirchen- und gesellschaftspolitischen Fragen und ehrenamtlichem Engagement in allen Kirchengemeinden danke ich Ihnen sehr herzlich für Ihr Wirken.
Gerne begrüße ich sehr herzlich die ehrenamtlichen Vertreterinnen und Vertreter des DRK, der Helfer vor Ort, der Freiwilligen Feuerwehr und der Polizei. Ohne sie wäre unser Gemeinwesen schutzlos. An dieser Stelle darf ich Sie auch auf den Tag der Wiederbelebung aufmerksam machen, der am Samstag, 18. Januar in der Wiesengrundhalle stattfindet und vom Deutschen Roten Kreuz, dem Sportverein Nufringen und der  Gemeinde Nufringen veranstaltet und ausgerichtet wird. In einem Informations- und Übungsparcours kann sich jeder in 20 Minuten zum Lebensretter ausbilden lassen oder sein Wissen auffrischen. Wir hoffen auf mehr als 400 Besucher. Bitte kommen auch Sie. Es kann jederzeit sein, dass Sie nur damit Ihre Familienangehörigen oder Freunde retten können. Die Feuerwehr wird seitens der Gemeinde gerne unterstützt. So werden für dieses Jahr wieder hohe Finanzmittel bereit gestellt. Es gilt nicht nur unsere Freiwillige Feuerwehr auf einem hochmodernen und aktuellen Stand zu halten, sondern auch den Kameradinnen und Kameraden eine schützende Ausrüstung und zeitgemäße und zukunftsfähige Basis für ihren anspruchsvollen und ehrbaren Dienst zur Verfügung stellen. Wie notwendig dies ist, führt uns der Feuerwehralltag immer wieder vor Augen, wie etwa bei den Einsätzen des vergangenen Jahres.
Wie schön, liebe Kameradinnen und Kameraden, dass ihr auch am heutigen Tage voller Pflichtbewusstsein und in bürgerschaftlicher Verantwortung in großer Stärke auch hier vertreten seid.
 
Ich begrüße die vielen Ehrenamtlichen, Vereinsvorstände und Mitglieder, die heute unter uns sind. Ohne Sie würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren. Das Ehrenamt ist  ein Grundpfeiler unserer Zivilgesellschaft. Dank Ihnen, liebe Ehrenamtliche, ist unser Nufringen geprägt von einem tollen Vereinsleben, Pflege- und Betreuungshilfe, Kultur- und Sportangeboten, Musik auf höchstem Niveau, aber auch Solidarität, Mitgefühl und Nächstenliebe. Das macht mich sehr stolz. Dazu gehört auch unser Flüchtlingsteam, das Familien, die zum Teil unter dramatischen Bedingungen und schwer traumatisiert ihre Heimat verlassen haben und hier auf einen Neuanfang hoffen, Empathie, Mitgefühl und Unterstützung geben.
Sehr herzlich begrüße ich Musiker des Posauenchors und die Sängerinnen und Sänger des Gesangsvereins, die sich für die hervorragende musikalische Untermalung der heutigen Veranstaltung verantwortlich zeichnen. Ich danke für eure tollen gesanglichen Beiträge. Schön, dass es euch gibt und dass Ihr mit Herrn Dr. Siegfried Kästle  und Herrn Christof Esswein so herausragende musikalische Leiter gewonnen habt.“
 
Nach der  Begrüßung und dem entsprechenden Applaus führte BM Welte auszugsweise weiter aus: 
„Ich hoffe, Sie alle, liebe Nufringerinnen und Nufringer, konnten einen entspannten Jahreswechsel verleben, mit Zufriedenheit auf das vergangene Jahr zurückblicken und sich in spannungsvoller Erwartung auf die Geschehnisse und Vorhaben des neuen Jahres freuen, die uns allen sicherlich wieder zahlreich bevorstehen werden. In den schönen Rahmen eines Neujahrsempfangs gehört es, unsere derzeitigen Projekte dem heutigen Tage und Anlass angemessen darzustellen, natürlich nicht, ohne die eine oder andere Begebenheit ausführlicher zu beleuchten.
Und ich darf Ihnen sagen: Es lohnt sich! Auch, wenn es mir selbst im öffentlichen Sektor manchmal nicht schnell genug geht oder man in Anbetracht der rasanten innerörtlichen Bauentwicklungen im privatwirtschaftlichen Bereich bisweilen lieber einen Gang zurückschalten möchte.
Nufringen gewinnt kontinuierlich an Qualität und folglich an größerem Zuspruch und wird damit ganz beiläufig seiner Jahrhunderte alten Chronik gerecht, wonach der positive Wandel bei uns immer das Stetige war.
 
Es mangelt uns nicht an Aufgabenstellungen, denen wir uns verantwortlich und verpflichtet fühlen, wenngleich das Heft des Handels nicht immer im eigenen Rathaus liegt. So bekommen wir auch Rucksäcke mit finanziellem Gewicht aufgelegt.
Wir haben zwar mit dem neuen Waldkindergarten schon den richtigen Schritt gemacht, um überhaupt genügend Kindergartenplätze bereitstellen zu können, müssen aber gemäß der Analyse des Kindergartenbedarfsplans auch zwingend und ohne Zeitverzug einen neuen Kindergarten für drei Gruppen bauen.
 
Gut, dass wir über gemeindliche Grundstücke verfügen. Die Gemeinde Nufringen kauft seit März 2018 im Rahmen ihrer „aktiven Grundstückspolitik“ Grundstücke. Die Äcker, Wiesen und Waldflächen werden für die Umsetzung von Projekten als Tausch- und Ausgleichsflächen in der Innen- oder Außenentwicklung aufgrund der aktuellen Wohnungsnot und dem Gewerbeflächenmangel in Nufringen benötigt. Nur auf diese Weise konnten schon sehr viele Grundstücke erfolgreich getauscht und endlich erworben werden.
 
Für mich persönlich als Bürgermeister ist:  - Zuhause ist Nufringen - nicht nur ein einfacher Slogan. Für mich als Bürgermeister ist es eine sozialverantwortliche Verpflichtung, allen Nufringer Bürgerinnen und Bürgern ein Zuhause in Nufringen zu ermöglichen.
Die Nufringer Bürgerinnen und Bürger hoffen, dass ihre Kinder in Nufringen ein bezahlbares Zuhause finden können. Unsere jungen Familien hoffen, dass sie bezahlbaren Wohnraum in Nufringen finden. Unsere Nufringer Vereine hoffen, dass ihre Vereinsmitglieder in Nufringen und damit in ihrem Verein bleiben. Unsere Feuerwehr hofft, dass ihre Feuerwehrkameraden nach der jahrelangen Ausbildung - für Ihren Notfall - in Nufringen bleiben. Unsere Helfer vor Ort hoffen, dass ihre aufwendig ausgebildeten Notfallversorger - für Ihre Lebensrettung - in Nufringen bleiben. Unsere Kirchen und alle Ehrenamtsorganisationen hoffen, dass ihre Mitgliedzahl in Nufringen beständig bleibt. Alle haben jahrzehntelang die Kinder mit hohen Kosten und unglaublichen ehrenamtlichen Einsatz zu Jugendleitern und weiter zu Erwachsenenbetreuern ausgebildet, aber zuletzt in die Neubausiedlungen der Nachbarorte verloren. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wir sind auch in Nufringen mit einer völlig unzureichenden Wohnungsversorgung konfrontiert. Sie und ich wissen, dass die Kapazitäten der Innenentwicklung dafür nicht ausreichend sind, die Preise dadurch sogar noch mehr nach oben getrieben wurden. Und wir wollen nicht so viel Verkehr, wundern uns aber, dass die Menschen in anderen Orten wohnen und durch unseren Ort zu ihrem Arbeitsplatz fahren? Die Menschen möchten aber nicht nur in unseren Gewerbegebieten arbeiten, sondern auch hier in Nufringen wohnen. Deshalb haben wir ein Baugebiet auf den Weg gebracht. Von sieben ausgewählten Standorten für ein in Erwägung gezogenes neues Baugebiet nach § 13 b wurden mit Gemeinderatsbeschluss vorläufig vier Teilflächen ausgewählt. Nur eine dieser Auswahlflächen darf das neue Baugebiet nach § 13 b werden. Grundstücksbesitzer, die nicht verkaufen wollen, können ihren Acker auch tauschen. Damit entsteht nur ein kleines Baugebiet und Natur und Umwelt der anderen Flächen werden geschont.
 
Liebe Freunde von Umwelt und Natur, der Kauf des Drachenfelsen bei Königswinter war vor etwa 183 Jahren die erste staatliche Naturschutzmaßnahme in Deutschland. Dem preußischen Staat ging es damals um den Erhalt einer reizvollen und märchenhaften Landschaft. Die Pflege und Bewahrung der Schöpfung und unserer natürlichen Lebensgrundlagen haben bis heute eine gute Tradition, auf die wir auch im Nufringer Ried setzen. Wir haben damit eine Nufringer Schatzkammer gewonnen. Es gehört für mich zu den zentralen Aufgaben einer zukunftsorientierten Gemeindepolitik, dieses reiche Naturerbe zu bewahren. Denkmalschutz und Naturschutz ist nicht allein eine Staatsaufgabe. Den Mitgliedern des NABU ist es mit Freude und Begeisterung an der Natur und ihrer Vielfalt, Schönheit und Erhabenheit gelungen, eine angeblich unlösbare Aufgabe doch erfolgreich anzupacken. Besonders seltene Tier- und Vogelarten sind in unser Nufringer Ried zurückgekehrt. Stellvertretend für die Mitglieder des NABU  danke ich Herrn Dr. Rothermel herzlich.
 
Im letzten Jahr haben wir uns mit dem Gemeinderat intensiv mit drängenden Entwicklungszielen und Perspektiven beschäftigt, aber auch wichtige Projekte abschließen und neu beginnen können, wobei der langfristigen Sicherung unserer existenziellen Grundlagen und Weiterentwicklung die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt wurde.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, unsere ansässigen, gewerbesteuerrelevanten  Unternehmen haben mitgeteilt, dass sie dringend Erweiterungsflächen benötigen oder ansonsten in Nachbarkommunen abwandern müssten. Die Gemeinde Nufringen kann derzeit keine eigenen, frei verfügbaren Gewerbeflächen mehr anbieten. Letztes Jahr konnten wenigstens brachliegende Gewerbeflächen endlich nach Jahrzehnten erworben werden. Ich bedanke mich an dieser Stelle noch mal bei den ehemaligen Eigentümern für die guten Verkaufsgespräche. Für die zusätzlich benötigten Erweiterungsflächen für eine maßvolle Gewerbeentwicklung werden dieses Jahr ebenfalls verschiedene kleine Flächen zur Einzelauswahl vorgeschlagen. Über die Auswahl  einer Fläche entscheidet wieder die  Verkaufsbereitschaft. Wir möchten selbstverständlich unsere Unternehmen halten und damit auch deren Gewerbesteuerkraft für Nufringen sichern, weshalb wir auch gleich der Kooperationsrahmenvereinbarung Breitbandausbau des Landkreises Böblingen und der Gigabit Region Stuttgart beigetreten sind. Wir freuen uns deshalb schon über einen baldigen Ausbau im Gewerbegebiet und damit einen Zugang der Nufringer Unternehmen zum Höchstgeschwindigkeitsinternet im Gigabitbereich auf Glasfaserbasis.
 
Liebe Nufringerinnen und Nufringer, Natur- und Umweltschutz lebt in ganz besonderer Weise vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger, weshalb wir mit unseren Schulkindern eine tolle Baumpflanzaktion planen und 400 neue Bäume im Nufringer Wald pflanzen wollen. Meinen Dank richte ich an dieser Stelle für ihre Zustimmung an die Schulrektorin Frau Oelkuch-Philipsen, Herrn Herrn Kratzer und Herrn Schneider vom Forstamt Böblingen. Im Ort wurde eine Vielzahl von Blumenwiesen angelegt, um neben einem zukünftig schöneren Ortsbild dem Insektensterben entgegen zu wirken. Geprüft werden auch weitere Photovoltaikanlagen auf den gemeindeeigenen Dächern und eine Elektrolademöglichkeit. Dies wird sicher dem Wunsch unsere Kinder entsprechen, die sich in unserer Jugendbeteiligungswoche mit erstmaliger Kinder- und Jugendgemeinderatssitzung mehr Umweltbewusstsein wünschten.  
 
Im Jahr 2020 werden wir uns auch weiter damit beschäftigen, ob es eine ausreichend hohe und nur damit am wenigsten belastende und zugleich zentrale und damit ausreichend wirksame oder andere Alternative für eine Mobilfunkanlage gibt, die es ermöglicht einen 25m hohen Mobilfunkmast mitten im Wohngebiet an der Ecke Bergstraße/Calwer Straße weiter zu verhindern, was bislang gelungen ist. Die DFMG klagt dagegen. Wir haben eine Alternative vorgeschlagen und warten auf Antwort.
 
Wir kommen nicht umhin, der Parkthematik noch mehr Aufmerksamkeit zu schenken und unsere Konzeption zu überdenken, denn der Straßenverkehr hat mit dem von damals, als unsere Straßen für wenige Anwohner gebaut wurden, nicht mehr viel gemein. Selbstverständlich will die Gemeindeverwaltung mit dem Gemeinderat zusammen noch prüfen, wie wir das Parken vor den Ladengeschäften noch weiter verbessern können.
 
Sehr geehrte Damen und Herren, auch wenn manche sich den Fortschritt einer  Baumaßnahme nur richtig vorstellen können, wenn der erste Spatenstich erfolgt und Bagger zu sehen sind, können Sie sich sicher sein, dass es mit dem Planungsprozess für die Ertüchtigung der B 14 weiter vorangeht. An diesem Fortschritt bin ich schon deshalb besonders interessiert, weil auch der Hochwasserschutz, nämlich der Abfluss des Wiesengrundgrabens und Wehlinger Grabens unmittelbar damit zusammenhängt. Gleichzeitig mit der Ertüchtigung wird die Entwässerung enorm verbessert. Weiter sind wir zum Thema Hochwasserschutz für ein Retentionsbecken in guten Gesprächen mit drei Grundstücksbesitzern.
 
Ein großes Lob darf ich auch unseren gemeindlichen Beschäftigten aussprechen. Hinter jedweden Entscheidungen, der Ausführung von Maßnahmen oder der Umsetzung von Beschlüssen stehen regelmäßig umfangreiche Vorüberlegungen und Prüfungen. Vor allem aber viel Arbeit, die nicht immer sichtbar ist, die der Kollegenschaft aber immer öfter auch die Grenzen dessen aufzeigt, was in einer Verwaltung personell leistbar ist. Gleichwohl darf ich feststellen, dass unsere Verwaltung auch im vergangenen Jahr sowohl für die vielen Aufgabenstellungen und Probleme als auch für innovative und kreative Zukunftsperspektiven souveräne Lösungsansätze und Ideen entwickelt hat, die mich optimistisch in die Zukunft schauen lassen. Mir ist es deshalb am heutigen Tage besonders wichtig, auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern meinen allerherzlichsten Dank auszusprechen.
 
Werte Seniorinnen und Senioren, es gab im letzten Jahr viele lehrreiche Zusammenkünfte für mich. Besonders mit der älteren Generation. Bei Geburtstagsbesuchen oder bei Goldenen, Diamantenen und sogar auch Eisernen Hochzeiten. Die dieser Generation Angehörenden haben mit Entbehrungen unseren Wohlstand aufgebaut. Es ist lohnend, ihnen zuzuhören und ihre Vorschläge mit auf den Weg zu nehmen.
 
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich konnte Ihnen auch heute wieder nur einen pauschalen,aber vielleicht doch repräsentativen Eindruck über die Fülle an Aufgaben und Begebenheiten unseres Gemeindelebens aufzeigen, die häufig noch viel tiefschichtiger sind, als ich es Ihnen hier zeitlich vermitteln kann. Ich freue mich darauf, im Anschluss mit Ihnen bei guter Laune ins Gespräch zu kommen und die einen oder anderen Begebenheiten nachzubetrachten. Ansonsten stehe ich Ihnen außerhalb meiner vielen Termine im Rathaus zur Verfügung.
Mir bleibt an dieser Stelle nur noch der aufrichtige Dank an meine liebe Frau Sandra, die mir die Freude an meinem Amt verdoppelt, die mir den Termindruck und die Last halbiert und die an allen Tagen im Jahr immer zu einhundert Prozent für mich da ist. Meine vier Kinder ergänzen mein Glück.“
Zum Abschluss applaudierten die Zuhörerinnen und Zuhörer lang anhaltend, bevor der Gesangverein mit einem weiteren Liedvortrag den Schlusspunkt und zugleich den Übergang zum geselligen Teil des Neujahrsempfang setzte.

Foto v.l. Siegfried Beßler, Ingolf Welte, Günter Hecht, Dominic Borrelli, Wilhelm Kohlberger
Foto v.l. Siegfried Beßler, Ingolf Welte, Günter Hecht, Dominic Borrelli, Wilhelm Kohlberger

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